Die Normenreihe beschreibt Planungsgrundlagen und technische Voraussetzungen für die barrierefreie Gestaltung öffentlicher

DIN 18040 Barrierefreies Bauen im ÜberblickDrucken

DIN 18040/1-3 Inhalte - Die Planungsgrundlagen des barrierefreien Bauens in öffentlichen Gebäuden, Wohnungen und im Verkehrs- und Freiraum auf einen Blick

Neu: DIN EN 17210 wird die DIN 18040 ablösen.

DIN 18040-1 bis 3

DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen
Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude Ausgabe: 2010-10

Die Norm stellt dar, unter welchen technischen Voraussetzungen Gebäude und bauliche Anlagen barrierefrei sind. Sie gilt für die barrierefreie Planung, Ausführung und Ausstattung von öffentlich zugänglichen Gebäuden und deren Außenanlagen, wobei sich die Barrierefreiheit auf die Teile des Gebäudes und deren zugehörigen Außenanlagen bezieht, die für die Nutzung durch die Öffentlichkeit vorgesehen sind.

Zu den öffentlich zugänglichen Gebäuden gehören insbesondere
- Einrichtungen des Kultur- und des Bildungswesens, Sport- und Freizeitstätten, Einrichtungen des Gesundheitswesens, Büro-, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude, Verkaufs- und Gaststätten, Stellplätze, Garagen und Toilettenanlagen (vergleiche § 50 Absatz 2 MBO).

Im Vergleich zu DIN 18024-2 werden Arbeitsstätten in dieser Norm nicht mehr geregelt. Es wurden sensorische Anforderungen neu aufgenommen.

[Quelle: Beuth-Verlag]

DIN 18040-2 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen
Teil 2: Wohnungen Ausgabe: 2011-09

DIN 18040-2 gilt für die barrierefreie Planung, Ausführung und Ausstattung von Wohnungen, Gebäuden mit Wohnungen und deren Außenanlagen, die der Erschließung und wohnbezogenen Nutzung dienen.

Die Anforderungen an die Infrastruktur der Gebäude mit Wohnungen berücksichtigen grundsätzlich auch die uneingeschränkte Nutzung mit dem Rollstuhl. Innerhalb von Wohnungen wird unterschieden zwischen
- barrierefrei nutzbaren Wohnungen und
- barrierefrei und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbaren Wohnungen.

[Quelle: Beuth-Verlag]

DIN 18040-3:2014-12 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen
Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum Ausgabe 2014-12

Es handelt sich um eine grundlegende Überarbeitung und Umstrukturierung sämtlicher Anforderungen. Völlig neu aufgenommen wurden sensorische Anforderungen (Stichwort: Zweisinneprinzip) sowie Schutzziele.

DIN 18040-3 gilt für die Planung, Ausführung und Ausstattung von barrierefreien Verkehrs- und Außenanlagen im öffentlichen Verkehrs- und Freiraum. Neben allgemeinen Planungsanforderungen formuliert sie die besonderen Anforderungen an die barrierefreie Gestaltung.

Zu den Anlagen im öffentlich zugänglichen Verkehrs- und Freireum gehören bspw. Straßen, Platze und Gehwege, Bahnhöfe, Haltestellen und Gleisanlagen, Querungsstellen im Straßen- und Gleisbereich sowie Parks, Spielplätze und Anlagen der Freizeitgestaltung im Stadt- und Naturraum.

Stand der Einführung DIN 18040 in den deutschen Bundesländern gemäß der Listen technischen Baubestimmungen

Die DIN 18040-1 und DIN 18040-2 ersetzen seit 2011 die Normen

  • DIN 18024-2 Öffentlich zugängige Gebäude und Arbeitsstätten Ausgabe: 1996-11
  • DIN 18025-1 Wohnungen für Rollstuhlbenutzer und DIN 18025-2 Barrierefreie Wohnungen

Die DIN 18040-3 ersetzt seit November 2014 die Norm

  • DIN 18024-1:1998-01, "Barrierefreies Bauen - Teil 1: Straßen, Plätze, Wege, öffentliche Verkehrs- und Grünanlagen sowie Spielplätze; Planungsgrundlagen"

DIN EN 17210

Der europäischer Normenentwurf prEN 17210:2019 "Barrierefreiheit und Nutzbarkeit der gebauten Umgebung - Funktionale Anforderungen"; Deutsche und Englische Fassung wird die DIN 18040 ersetzen. Frist zur Stellungnahme bis 2019-07-03.

Die europäische Norm beschreibt grundlegende, allgemeine Mindestanforderungen und Empfehlungen für eine barrierefreie und nutzbare gebaute Umgebung. Sie legt fest, was notwendig ist und was eine gleichberechtigte und sichere Nutzung für eine Vielzahl von Nutzergruppen erleichtert.

Diese Kriterien für die funktionale Zugänglichkeit und Nutzbarkeit gelten speziell für die Planung, den Bau, die Sanierung oder die Anpassung sowie die Instandhaltung von öffentlich genutzten Umgebungen.

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